h1

Reise durch die Distris – Ende vorerst Ubuntu

Januar 5, 2009

Jetzt ist es raus, endlich bin ich auch stolzer Benutzer von Ubuntu 8.10, nachdem ich nach einigen Experimenten wieder zurückgekehrt bin.

Ubuntu 7.10 erschien mir irgendwann als langweilig und ich machte mich auf die Suche nach einer neuen Distribution, bei der man ein wenig mehr gefordert wird und bei der man sich nicht bei allen Konfigurationsfragen hinter hübschen GUI-Tools verstecken kann.

Ich bin natürlich sofort aufs Ganze gegangen und musste erstmal Gentoo ausprobieren. Zunächst einmal ein totaler Reinfall (für mich), es lies sich zwar einigermaßen auf meinem Laptop installieren, aber erkannte meine Netzwerkgeräte nicht, so dass ich zunächst nicht ins Internet konnte. In Wirklichkeit lag das aber nicht an Gentoo, sondern an meiner Dummheit =) Zum Einen hatte eine veraltete Version von Gentoo benutzt und zum Andern habe ich mich zu dumm angestellt dem System die benötigten Treiber hinzuzufügen (die es selbstverständlich auch gibt), damit meine Netzerkgeräte funktionieren. Gut – das ich keine neuere Version von Gentoo geladen hatte, lag schlicht und ergreifend daran, dass ich mit einem Download von schlappen 46 Kbytes pro Sekunde nicht gleich eine ganze Distribution herunter laden wollte.

Naja, beim zweiten Versuch hatte ich dann auch die aktuelle Version von Gentoo und tatsächlich wurde ohne Probleme meine Netzwerkkarte erkannt. Dann war ich natürlich voll euphorisch, was kann jetzt noch schief gehen? Das nächste Ziel war also eine graphische Oberfläche zu installieren. Ich entschied mich für Gnome, weil ich es bisher immer benutzt habe und damit eigentlich sehr gut klar komme. Als ich dann aber feststellte, dass das Kompilieren von Gnome mehrere Stunden dauern würde, war meine Lust gänzlich geschwunden und damit auch Gentoo von meiner Festplatte.

Mittlerweile weiß ich, dass es auch schon vorkompilierte Pakete für Gentoo gibt, die ich vermutlich einfach hätte verwenden können. Aber gut, trotzdem denke ich, dass ich aus Gentoo eine ganze Menge gelernt habe, alleine bei der Installation.

Weiterhin war ich aber gelangweilt von Ubuntu und machte mich auf die Suche nach neuen Distris. Bei Archlinux bin ich dann für ein paar Monate hängen geblieben. Bis ich vorletzte Woche ein zerstörendes Update gemacht habe. Zunächst nach dem Update meldete GDM, dass irgendein Problem mit der xorg.conf vorhanden sei, obwohl ich diese überhaupt nicht verändert hatte. Trotzdem strich ich einfach mal die Zeile, durch die der Fehler hervorgerufen wurd – irgendetwas mit RGBPath oder so ähnlich. Danach startete GDM zwar, aber ich konnte keine Tastatureingaben machen, was sich beim Login als ziemlich schlecht erwies. Nur mit dem Touchpad konnte ich die Maus umherbewegen. Sicherlich hätte man das Problem irgendwie simpel beheben können, aber manchmal scheitere ich halt an diesen simplen Problemen und mir vergeht dann die Lust. Es gab aber noch mehr Probleme bei Archlinux. Zum Beispiel habe ich es nie geschafft, meine WLan-Karte richtig zu konfigurieren. Ich weiß nicht genau, warum ich das nicht hinkriege. Hier bei Ubuntu kann man das ebenfalls ganz simpel über die GUI machen, über die Kommandozeile habe ich das noch nie geschafft – ich bin zu verwöhnt (vielleicht kennt ja jemand eine gute Anleitung für wpa_supplicant und Co. die möglichst _nicht_ „manpage“ heißt? =)).

Meine Reise führte dann noch vorbei am Testen von LiveCDs wie OpenSuse, Fedora, … die mich aber alle nicht so richtig überzeugen konnten.

Naja, dann war ich noch eine Woche bei Ubuntu 7.10, welches immernoch auf dem Computer lag. Dann habe ich alles platt gemacht, 8.04 raufgespielt – wieder, weil 8.10 hier nicht als CD vorhanden war (und obwohl ich mittlerweile eine schnellere Internetanbindung habe). Naja und heute habe ich es endlich geschafft auf den dist-upgrade-Button zu klicken und nun bin ich stolzer Benutzer von Ubuntu 8.10.

Letztendlich denke ich aber, dass ich auf der kleinen Reise durch die Distris eine ganze Menge über Linux gelernt habe!

10 Kommentare

  1. Sehr schöner Beitrag.
    Und ich hoffe jetzt einfach mal das nicht einer der Gentoo-Fanboys ala „ach das hättest du doch ganz leicht so und so haben können“ angerannt kommt😉

    Viel Spaß mti deinem Ubuntu🙂

    Flo von Ubuntu 8.04


  2. Danke, danke =)
    Ach ich hätte aber garnicht so viel gegen so einen „Gentoo-Fanboy“ – was dazu lernen kann ja auch nicht schaden. xD


  3. Auf den Gentoo-Fanboy warte ich auch noch😉


  4. Warum eigentlich kein Debian/testing?


  5. Ich bin mittlerweile auch zum Ubuntu-Fan geworden. Für den Desktop-Einsatz hat sich diese freie Distri schon zu meinem Favoriten gemausert. Allerdings nutze ich als echter KDE-Fan eher Kubuntu. Übrigens finde ich das aktuelle OpenSuse 11.1 richtig gut gelungen. Auf jeden Fall einen Blick wert.

    @zypral: Debian empfehlen bei jemandem der schon Ubuntu langweilig findet?😉 Stabil ist Debian, aber nicht aktuell…


  6. Toller Bericht. Also bei mir steht auf jeden Fall mal Fedora auf der Reiseroute – hab mir ja nicht umsonst ’ne extra Partition freigehalten. Aber auch sonst ist einiges willkommen und reizt mich. Und wenn mal gaaaaanz fiel Zeit ist, dann werd ich mir auch ma so ein selberbasteln á la LinuxFromScratch antun.


  7. Naja, Fedora war bei mir auch ganz großer Favorit, aber irgendwie funktionierte das Ganze nicht so einfach, also bei der Installation ging bei mir irgendetwas schief, so dass mir – wie so oft – die Lust vergangen ist. =)


  8. @ Aufschnürer

    Darum nannte ich ja auch Debian/testing und nicht stable. Ein Debian/testing ist im Normalfall aktueller als Ubuntu. Zur Not gibt es auch noch Debian/unstable, ist garantiert nicht so langweilig wie Ubuntu und aktueller sowieso.


  9. Nach einigen Erfahrungen mit solchen Distris muss ich auch sagen dass ich alles was RPMs verwendet meide… also sowohl Fedora, als auch SuSE und natürlich RedHat.

    Ich bin wohl einfach zu verwöhnt von meinen Debian-Packages und apt-get:-/

    (Auch wenn ich zugeben muss dass diese Distris auch ihre Vorteile haben, YaST finde ich z.B. ist als zentrale Config-Anlaufstelle für Einsteiger ein besseres Konzept als die meisten Distris bis heute haben… und existiert schon seit vielen Jahren)


  10. @zypral – @work bin ich auch seit ca… 3 Monaten bei Debian/testing. Mir gefällts richtig gut. Wenn ich nur nicht einfach viel zu faul wäre um das auf meinem Home-Rechner zu installieren =/

    Ansonsten muss ich mich DAT anschliessen. Ziemlich genau so ists bei mir auch.



Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: